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25Jul/121

Plesk startet nicht mehr – Plesk wurde gelöscht

Mein Plesk wurde gelöscht?!

Nach einem automatischen Update ist Plesk 10.4.4 nicht mehr zu erreichen.
Es lässt sich sowohl über die Weboberfläche unter

https:://meine-domain.de:8443

als auch über SSH nicht mehr aufrufen bzw. starten.

Was ist passiert?

Bei näherer Betrachtung der Plesk autoupdate Logfiles unter /tmp/plesk_10.4.4_installation.log

**** problem report *****

ERROR while trying to chown root:psaadm /opt/psa/admin/sbin/wrapper Check the error reason(see log file: /tmp/plesk_10.4.4_installation.log), fix and try again STOP Bootstrapper 10.13.4 post-install for BASE AT Tue Jul 17 07:07:07 BST 2012 To complete product installation one should run bootstrapper script: /opt/psa/bootstrapper/pp10.13.4-bootstrapper/bootstrapper.sh repair

sieht man, dass etwas definitiv schief gegangen ist!

Zu diesem Zeitpunkt funktionieren zwar die meisten Webseiten noch auf dem Server, doch man erkennt, weitere Probleme:

  • /usr/local/psa Verzeichnis fehlt
  • /opt/psa/admin/sbin/ hier fehlen Dateien z.B. der oben genannte wrapper
  • Über 80% der Plesk Dateien sind gelöscht worden auf dem Server.

Ist der Fehler bekannt?

Laut Plesk ist der Fehler am 20.Juli.2012 behoben worden. Link
Hier wird bestätigt, dass es bei einem Mikroupdate zum Verlust von Plesk Dateien kommt.

Wir kann ich das Problem lösen?

Vorbereitung:
  • Erstellen eines Backups der Datenbank (mySQL)
  • Webseiten Daten Backups erstellen
  • Mailboxen backupen.

 

Es wird empfohlen auf die aktuelle Version 11 zu updaten (siehe http://blog.botnetzprovider.de/2012/07/25/sicherheitlucke-plesk-und-deren-folgen/

Der Plesk Installer:

Downloaden des Plesk Installers unter: http://www.parallels.com/de/download/plesk/

Dieser wird benötigt, um Plesk 11 auf Ihrem System zu installieren oder ggf. ein Upgrade auf Version 11 durchzuführen . Bitte beachten Sie, dass Sie den Plesk-Installer für Ihre Distribution downloaden.

Nun startet man den Plesk-Installer mit

./parallels_installer_v3.12.0_....

sollte dies nicht funktionieren, müsssen Sie die Datei noch ausführbar machen.

Dies geschieht mit

chmod +x parallels_installer_v3.12.0_....

Bitte folgen Sie nun den Anweisungen des Plesk-Installers.
Nach einem erfolgreichen Upgrade sollte Ihr Plesk wie gewohnt unter

https://meine-domain.de:8443

zu erreichen sein. Alle Ihre bisherigen Einstellungen sollten nun auch in Plesk 11 vorhanden sein. Passwörter und andere Einstellungen sind nicht verändert worden.
Sollten Sie Hilfe benötigen bei der Installation oder beim erstellen von Backups:

 

ITS Netzwerk Services

Unser Service umfasst:

  • Schnelle Hilfe bei akuten Sicherheitsproblemen und Hackerangriffen
  • Sicherheitslücken in CMS (z.B. Joomla,Wordpress,etc) schließen
  • Langfristige Wartung und Administration Ihrer Systeme
  • Angriffsanalysen und Auswertungen der Angriffe
  • Bedrohungsanalysen
  • Sicherheitsüberprüfung Ihrer Systeme

Wenn Sie ein individuelles Angebot einholen möchten, schicken Sie uns eine E-Mail an: service@its-netzwerk.com oder besuchen Sie uns www.its-netzwerk.com

 

 

25Jul/120

Sicherheitlücke Plesk und deren Folgen

In den letzten Wochen ist viel rund um Plesk passiert.

Angefangen hat es mit einem Angebot von einer Hacker Gruppe, die für ein paar Tausend Dollar ein 0-Day Exploit für Plesk zum Verkauf angeboten hat. Zunächst wurde es als Hoax abgehandelt, bis schließlich die ersten gehackten Server aufgetaucht sind.

Laut Plesk handelt es sich wohl nicht um eine neue Sicherheitslücke, sondern um eine alt bekannte:

No, there is no new security problems in Plesk 10.4.4. The
vulnerability is the old one. Please refer to this article in our
knowledge base: http://kb.parallels.com/en/114330

The attack could occur on patched server if:

1) passwords were stolen previously when servers had a vulnerable
version of Plesk installed. If passwords were not changed using
http://kb.parallels.com/en/113391, then attackers could use them in
order to hack servers.

2) passwords were changed using http://kb.parallels.com/en/113391, but
some end-users changed their passwords back to old ones.

Man kann sich diesbezüglich nicht 100% sicher sein, aber die Analysen laufen noch.

Im Plesk Forum wird von Administratoren berichtet, die trotz des Einspielens der Sicherheitsupdates von Plesk und das Ändern sämtlicher Passwörter in kürzer wieder gehackt worden sind. Hier stellt sich die Frage, ob die Administratoren von Anfang an nach Backdoors und neu angelegten Usern gesucht haben?

Plesk Upgrade:
Seit dem 15.Juli 2012 hat Paralles Plesk ein wichtiges Sicherheitsupdates veröffentlicht für alle Plesk Versionen (v8-10) und Plesk 11 (nur für Windows). Leider wird nicht viel zu dem Update geschrieben, nur das es als „critical“ eingestuft wird und jeder installieren muss. Link

 

Wie kann ich feststellen, ob mein Server gehackt worden ist?

  • Produziert Ihr Server ungewöhnlich viel Traffic?
  • Reagiert er langsamer als normal
  • Hat Ihr Virenscanner verdächtige Dateien gefunden?

Oftmals werden von den Angreifern Cronjobs angelegt und können unter

$ ls /var/spool/cron/tabs/

eingesehen werden.
Gerne werden die Cronjobs als User www-data angelegt und rufen schadhafte Skripte auf.

Auch sollte man die Prozessausgabe „ps“ sich mal genauer ansehen, um ungewöhnliche Prozesse zu identifizieren.

Ein weiteres hilfreiches Tool zur Analyse ist „netstat“ mit dem man offene Verbindungen überprüfen kann.

Falls man mit der Analyse überfordert ist, oder nicht genau sicher ist sollte man sich professionielle Hilfe holen. Ein gehackter Server kann schnell zu vielen Problemen führen.

 

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