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14Okt/1510

OneCoin Scam – Stümperhafte Täuschung

OneCoin Scam

Deutsche Übersetzung weiter unten.

Original article:

"OneCoin, a purported cryptocurrency and trading venture based out of Bulgaria, is suspected to be a pyramid scheme with no verifiable evidence to back up any of its business claims.

Evidence supplied to CoinTelegraph, in addition to reviews already published elsewhere, suggests that OneCoin.eu and the One World Foundation are scam operations.

The amount of evidence contributing to OneCoin’s status as a pyramid scheme is considerable. Its directors have previously been involved in other known scam operations, its resources contain no verifiable evidence for any of its business claims and documentation uploaded to support claims often conflicts with the claims themselves.

In addition, the quality of hosted content, including standards of English and website construction, are noticeably poor for an alleged international operation run by native speakers..."

original article in English from cointelegraph.com:
http://cointelegraph.com/news/114399/one-coin-much-scam-onecoin-exposed-as-global-mlm-ponzi-scheme


Deutsche Übersetzung:

OnceCoin, ist ein bulgarisches Unternehmen, welches angeblich auch die gleichnamige Kryptowährung bertreibt, wird verdächtigt ein Schneeballsystem zu betreiben. Es konnte bisher nicht nachgewiesen werden, dass die Firma OneCoin hält, was sie verspricht..

Der Newsseite CoinTelegraph liegen Beweise vor, welche den Verdacht, dass OneCoin.eu und die One World Foundation mit betrügerischer Absicht agieren, nahelegen.
Die Beweislast gegen OneCoin wiegt schwer. Die Betreiber waren alle bei vergangenen, aufgedeckten, Betrügereien involviert. Ihre Dokumentation widerspricht oft ihren Versprechen, welche auch sonst nirgendwo bestätigt werden konnten.

Auch die Qualität der Inhalte auf Onecoins Website lassen zu wünschen übrig. Das Englisch ist für angeblich muttersprachliche Verfasser ziemlich schlecht und der Aufbau der Webseite kommt nicht an das Niveau einer mutmasslich internationalen Organisation heran.

OneCoin Scam

Eine dubiose Vergangenheit

OneCoin Gründerin und CEO, Dr. Ruja Ignatova, steht im Mittelpunkt etlicher heuchlerischer Vorspiegelungen. Viele Aussagen auf OneCoin.eu sollen ihre Erfahrung und Scharfsinn verdeutlichen. Es wird auch behauptet, dass sie Betreiberin der bulgarischen Investmentfirma CSIF ist und an den Universitäten in Oxford und Konstanz ihre Abschlüsse gemacht hat.

Wenn man das Resumé auf OneCoin.eu als offiziell betrachtet, ist es auffallend, dass die Aussagen nicht mit denjenigen, welche auf anderen zu OneCoin gehörigen Seiten gemacht werden, übereinstimmen. Ignatova’s Teilnahme an einem Harvard Kurs über Verhandlungen, wird nur auf der Website der One World Foundation erwähnt, obwohl davon eine Bescheinigung in ihrem Resumé auf OneCoin.eu beiliegt.

Die von Ignatova betriebenen Websites sagen aus, dass sie ihren Masterabschluss in europäischer und komparativer Rechtswissenschaft an der Oxford Universität im Jahre 2004 bestanden hat. Die betroffenen Webseiten sind Blogs auf WordPress, Blogspot und Weebly. Letztere zwei, auf deutsch verfasste Websites, geben an, dass Ignatova im Jahre 2004 nach ihrem Abschluss in Oxford, berufstätig wurde. Fragwürdig ist jedoch, dass das auf OneCoin.eu eingescannte Diplom ihres Abschlusses in Oxford vom Jahr 2009 ist und kein Dokument aus dem Jahr 2004 zu finden ist.

CoinTelegraph hat bei der Firma CSIF nach Bestätigung über Ignatovas frühere Tätigkeit angefragt, jedoch bis jetzt keine Antwort erhalten. Sebastian Greenwood und Nigel Allan, die auch für OneCoin in verschiedenen Bereichen arbeiten, sind beide ebenfalls in früheren Betrügereien involviert gewesen.

Greenwood hatte früher an dem mittlerweile stillgelegten Schneeballsystem Unaico mitgearbeitet, wovor die pakistanischen Börsenaufsichtsbehörde gewarnt hatte. Die offizielle Warnung berichtet über “illegale mulit-level Marketing” Methoden und weist Konsumenten an, sich von solchen “lukrativen” Geschäften mit der Firma fern zu halten.

Allan der Expräsident von OneCoin, war zuvor schon in die Schneeballsysteme Crypto888 und Brillant Carbon verwickelt, welche OneCoin ähneln.

Stümperhafte Täuschung

Klar ist, dass trotz der scheinbaren Erfahrung der Führungskräfte bei der Schaffung von Werkzeugen, um die Verbraucher dazu zu bringen Geld zu investieren, die Behauptungen von OneCoin leicht als falsche Behauptungen aufgedeckt werden können.

OneCoin versucht durch Prestige und öffentliche Präsenz ihre Professionalität und Legitimität zu unterstreichen. Die sogenannten ‘OneAwards’ sollen angeblich erfolgreiche Händler belohnen, die anschließend zu den Auszeichnungsveranstaltungen der Organisation eingeladen werden. Diese Veranstaltungen fungieren auch als Spendenaufrufe für die “Projekte” der One world Stiftung.

“OneAwards incentivize the success stories. We award such as Black Di[a]mond and Double Di[a]mond. Being part of this exclusive cirlcle [sic] comes with awards, luxury items such as Rolex watches, Cash Bonuses, and Luxury cruise holidays. Other members will be inspired by your achievement – and realize what huge opportunities One offers.”
– OneCoin.eu

Es war die letzte Veranstaltung in Dubai die James Dollahan dazu geführt hat seine eigene Empfehlung in Bezug auf OneCoin’s Geschäftsgebaren zu veröffentlichen. Dollahan der für die philippinische Beratungsfirma Wolrdwide Summit arbeitet, bestätigte gegenüber dem CoinTelegraph per Email daß eine Gruppe von Mitgesellschaftern die veranstaltung in Dubai neben “ungefähr 3000” anderen besucht hätten.
Er fährt fort:

Sie trafen sich mit den Besitzern und Managern von OneCoin und ja, ihr Verhalten und die Dinge die sie sagten waren genau die Dinge wovor ich sie gewarnt hatte. Nichts das überprüfbar gewesen wäre, außer auf ihren webseiten […]. Was technische Fragen anbelangt waren ihre Antworten nicht präzise und vieles machte in Bezug auf das was echte Kryptowährungen eigentlich sind, keinen Sinn.

Nach Angaben von OneCoin.eu wurden während der Veranstaltung der One World Stiftung 650.000 OneCoins und 50.000 in Cash einer nicht spezifizierten Währung gespendet.

Dollahan’s Bedenken wurden durch einen weiteren Marketing Trick ausgelöst in dem Ignatova persönlich auftaucht. Ein angeblich in der Mai 2015 Ausgabe der Forbes Bulgarien geführtes Interview wurde auf der Titelseite abgedruckt. Anschließend veröffentlichte OneCoin das Interview auf seiner Webseite und verteilte das Interview auf Flugblättern auf der Veranstaltung in Dubai.

Während OneCoin es als “interview” bezeichnet stellt es sich bei näherer Betrachtung als bezahlte Werbung heraus. Die Titelseite die auf OneCoin hochgeladen wurde entspricht nicht der Titelseite der Maiausgabe auf Forbes eigener Webseite. Dollahan veröffentlichte Emailverkehr der anscheinend bestätigt daß es sich um bezahlte Werbung auf Forbes handelt. dieser Sachverhalt wird zum jetzigen Zeitpunkt noch geprüft.

Falsche Freunde

Die One World Stiftung, als Spin-off von OneCoin publik gemacht, behauptet benachteiligten Kindern mit Spenden zu helfen die durch das Unternehmen OneCoin und Sonderveranstaltungen generiert werden.

Auf ihrer Webseite steht dass sie verschiedene Oganisationen “unterstützt”. Darunter befinden sich “One Laptop per Child”, es gibt jedoch keine Information darüber wie dies genau bewerkstelligt wird. Ein Tickerband auf der Webseite verkündet dass zum aktuellen Zeitpunkt 73 Kinder “geholfen” wurde. Keine weitere Information wird zur Verfügung gestellt.

Die Stiftung schreibt des weiteren dass ihre Mission sei “Kinder und Jugendliche in die Lage zu versetzen über die Wirtschaft in der heutigen Zeit zu lernen. Sie zu verantwortungsbewußten Erwachsenen zu erziehen, die Geld verstehen und ein erfolgreiches Leben führen können.” Es bleibt unklar wie diese Ziele mit der angeblichen Hilfe in die Tat umgesetzt werden.

OneCoin’s angeblicher Partner, Aurum Coin, hat seit November 2014 und der Bitcointalk Debatte die einen Mangel an Beweisen für gemachte Behauptungen und eine Vielzahl von Berichten über betrügerische Machenschaften hervorhob, wenig Aktivität zu verzeichnen.

Aurumcoin

Das ‘eklatante’ Kleingedruckte

OneCoin wird von verschiedenen Seiten sowohl in Gibraltar als auch in Bulgarien, Ignatova’s angeblichem Heimatland, als gemeldet bezeichnet. Es ist jedoch auffällig dass die USA zu den Ländern mit “Einschränkungen” zählt. Die Webseite sagt dazu folgendes:

Anträge für Marketing Partner die in diesen Ländern wohnhaft sind können u.U. nicht akzeptiert werden oder es können u.U. nur begrentzte Auszahlungsoptionen zur Verfügung stehen.

In seiner Bewertung zu OneCoin deutet BehingdMLM.com an, dass der Grund hierfür folgender sei: “OneCoin würde sehr leicht mit der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde in Konflikt geraten wenn es um das Anbieten ungelisteter Wertpapiere gehe.”

Was OneCoin höchstwahrscheinlich zu einer reinen Erfindung macht ist folgende einfache Tatasache. OneCoin ist auf Webseiten wie bspw. CoinMarketCap nicht aufzufinden. Informationen über technische Spezifikationen sind nicht einfach zu finden und können nicht überprüft werden.

CoinTelegraph empfiehlt seinen Lesern keine Geschäftsbeziehungen mit OneCoin, seinen Spin-offs oder Gesellschaftern einzugehen. Außerdem sollten Geschäftsbeziehungen jeglicher Art mit Projekten die in irgendeiner Form etwas mit den in diesem Artikel erwähnten Personen zu tun haben tunlichst vermieden werden.

Ende der deutschen Übersetzung.

Weitere Links zum OneCoin Scam:

Es wird über das soziale Netzwerk Xing eingeladen zu den Verkaufsveranstaltungen.
In folgenden Städten finden regelmäßige "OneCoin" Verkaufsveranstaltungen statt:

  • Düsseldorf
  • Karlsruhe
  • Hannover
  • Saarbrücken
  • Frankfurt

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